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Doku: „Seaspiracy“ – Priorität Meeresschutz

kaputtes Fischernetz mit Vogel

Doku: „Seaspiracy“. Wir sitzen alle im selben Boot, daher ist es entscheidend für unseren Planeten, den Lebensraum Meer zu schützen. Welche Probleme bringt unser Boot zum Sinken und was können wir dagegen tun?

Nachhaltige Fischerei – alles fake?

Jährlich sterben über 300.000 Delfine und Wale als Beifang von industrieller Fischerei. Alleine durch einen einzigen Betrieb in Island sterben im Monat 269 Schweinswale, 900 Roben und 5000 Seevögel durch diese Praktik. Und laut der Doku können nicht einmal nachhaltige Zertifikate oder Siegel wie „Dolphin Safe Tuna“ oder das „MSC“ (Marine Stewardship Council) eine nachhaltige Fischerei garantieren. Die entsendeten Beobachter*innen der Hilfsorganisationen sind nur selten mit an Bord und wenn doch, dann werden sie oft bestochen oder bedroht. Die Realität: Eine Marketingstrategie, die Konsument*innen täuschen soll. Nichtsdestotrotz weist die Youtuberin und Meeresbiologin Chantel (aka. „Telly’sMarineTales“) darauf hin, dass nachhaltige Fischerei existiert. In diesem Zusammenhang spricht sie vom „maximum sustainable yield“. Nach diesem Prinzip wird nachhaltigen Fischerei betrieben, wenn man nur so viel fängt, dass sich die Population innerhalb eines Jahres von selber wieder erholen kann und im darauf folgenden Jahr wieder gleich viele Fische vorhanden sind.

 

Fischernetze im „Great Pacific Garbage Patch“

„Seaspiracy“ zufolge sind 46 % des Plastikmülls im „Great Pacific Garbage Patch“, ein riesiger Müllstrudel im Pazifischen Ozean, Fischernetze. Plastikstrohhalme hingegen machen von diesem Abfall jedoch nur 0.03 % aus. Wieso werden in diesem Fall jedoch nur auf Plastikstrohhalme und anderen Plastikmüll aufmerksam gemacht, aber nicht auf das viel größere Problem? Organisationen wie die „Plastic Pollution Coalition“ gehören zum „Earth Island Institute“. Zu dieser Institution gehört auch „Dolphin Safe“, die ihre Einnahmen aus dem Fischfang bezieht. Wenn wir eins und eins zusammenzählen, dann haben wir schnell unsere Antwort: Die Hilfsorganisation möchte „Dolphin Safe“ keine Steine in den Weg legen, denn diese beziehen ihre Einnahmen aus dem Fischfang. Zudem machen Fischernetze weltweit, laut Meeresbiologin Chantel, nur 10 % des Plastikmülls im Meer aus.

 

Frankreich und Japan fischen nicht nach der feinen englischen Art

Seit 1986 ist Walfang international verboten. Dennoch wird dieser (unter anderem) in Japan noch immer betrieben. Jährlich werden in der japanischen Stadt Taiji noch immer 700 Delfine und kleine Wale getötet, da diese fälschlicherweise als Sündenbock für die Überfischung verwendet werden. Unterstützt von der Regierung töten sie diese Tiere nicht nur, sondern lebende Delfine werden teuer an Aquarien und Meeresparks verkauft. Wer denkt, das ist nur ein asiatisches Problem, der irrt sich. An der französischen Küste sterben jährlich 10.000 Delfine als Beifang. Das sind 10-mal so viele wie in Taiji.

 

Fischfarmen – die bessere Option?

Die Farmfischerei ist leider nur eine getarnte Wildfischerei. Die dort gezüchteten Fische werden mit Produkten gefüttert, die für ihre Produktion eine große Menge an Fischen aus dem Meer benötigen. Zudem leiden die gezüchteten Tiere nicht nur unter haltungsbedingten Krankheiten, sondern tragen auch zur Verschmutzung der Meere bei.

 

Wieso wir das Meer schützen müssen

Ohne das Meer können wir nicht überleben. Unsere Ozeane sind das Zuhause von bis zu 80 % der Lebewesen der Erde und ein Großteil dieser ist noch immer unerforscht. Die dort lebenden Tiere und Pflanzen spielen zudem eine wichtige Rolle in Bezug auf den Klimawandel. Phytoplankton absorbiert beispielsweise vier Mal so viel CO2 wie der Amazonas-Regenwald und produziert 85 % unseres Atemsauerstoffs. Laut „Seaspiracy“ werden 93 % des CO2 auf der Erde mithilfe von Meerespflanzen, Algen und Korallen im Ozean gebunden.

 

Was können wir machen?

  1. Bewusster Konsum. Weniger ist MEER. Ja, wir dürfen weiterhin Fisch essen, jedoch sollten wir diesen bewusst konsumieren und unsere Essgewohnheiten gegebenenfalls hinterfragen.
  2. Alternativen ausprobieren. Ihr müsst nicht auf eure Omega-3-Fettsäuren verzichten. Im Gegenteil, ihr holt euch diese direkt von der Quelle, den Algenzellen. Somit müsst ihr auch nicht die Schadstoffe mitessen, die sich in Fischen befinden.
  3. „No Take“ Zonen im Meer, in denen die Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden, müssen eingeführt und verstärkt werden. Durch unseren Gang zur Wahlurne können wir dieses Vorhaben beispielsweise unterstützen.
  4. Sich selber mit dem Thema beschäftigen und sich mit anderen darüber austauschen. Somit lenken wir eine größere Aufmerksamkeit auf diese wichtige Problematik.

 

Das wichtigste zum Schluss

Es ist klar, dass es nicht gut aussieht für unsere Ozeane. Das heißt aber nicht, dass wir den Spieß nicht noch umdrehen können. Oft bewirken die kleinsten Dinge die größten Erfolge. Durch Aufklärung, ein bewusstes Essverhalten und einen nachhaltigen Plastikkonsum können wir gemeinsam Großes bewirken. Das Ziel ist es, das Meer angemessen zu behandeln, denn es ist ein Wunderwerk der Natur, das es zu schützen gilt! Euer beeanco-Team (Lena J., Ulf S.)

 

 

Foto: A_Different_Perspective

 

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